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Stühle in der Schule - Lernen & Kompetenz

Lernen & Kompetenz – von der unbewussten Inkompetenz zur unbewussten Kompetenz

Wenn du etwas Neues lernst, kann es sehr hilfreich sein, dass du die vier Ebenen der Kompetenzstufenentwicklung bekannt sind. Sie erlauben dir deinen Fortschritt im Lernprozess zu überprüfen und gleichzeitig dienen sie auch dazu deine Frustration zu mindern. Die vier Ebenen der Kompetenz sind wie folgt:

  • unbewusste Inkompetenz – man weiß nicht, dass man etwas nicht kann.
  • bewusste Inkompetenz – man weiß, dass man etwas nicht kann.
  • bewusste Kompetenz – man kann etwas, man muss sich jedoch dabei aktiv konzentrieren.
  • unbewusste Kompetenz – man kann etwas, man kann jedoch viele Dinge automatisch durchführen.

Die Kompetenzstufenentwicklung am Beispiel

Das klassische Beispiel ist Autofahren, im Alter von zwei Jahren weiß man meist nicht, dass man autofahren kann (unbewusste Inkompetenz). Im Alter von 16 Jahren man sich bewusst, dass man nicht autofahren kann (bewusste Inkompetenz). Schließlich in der Fahrschule und danach kann man autofahren, aber man muss sich auf alles konzentrieren so zum Beispiel beim Schalten, nebenbei ein Gespräch führen ist nur begrenzt möglich (bewusste Kompetenz). Schließlich nach einigen Monaten oder Jahren praktisch geht fast alles automatisch, man kann nebenbei Gespräche führen und über Dinge nachdenken. (unbewusste Kompetenz).

Lernen & Kompetenz – Wie kann dir diese Information das Lernen erleichtern?

Oft ist es so, dass wir etwas lernen „müssen“, dabei ist der anfängliche Fortschritt gering. Es kann sich schnell das Gefühl entwickeln, dass noch ewig dauert bzw. sowieso nie ordentlich hin bekommt. Da kann es erfrischend sein, einmal daran zurück zu denken wie es mit anderen Sachen war, die du jetzt wie aus dem Schlaf beherrscht, wie zum Beispiel Radfahren oder sogar gehen, betrachte nur wie lange ein Baby braucht um ordentlich zu gehen. Früher oder später gelangst du auf die Ebene der unbewussten Kompetenz.

Ebenso überschätzten viele den Aufwand, den ein unbewusster Experte im Moment nutzen muss, um gewisse Tätigkeiten durchzuführen. Ja, er hat davor sehr viel Zeit investiert, aber jetzt im Moment geht es fast automatisch. Typische Beispiele hierfür sind zum Beispiel Kopfrechnen oder Analysieren, meist kommen Aussagen: „ist es nicht anstrengend, sowas zu machen?“ Nein, weil es ist automatisiert. Dementsprechend je mehr du Anfangs investierst, desto mehr Zeit sparst du dir in Zukunft.

Weiterführende Informationen und Quellen

Rolf Oerter: Entwicklungspsychologie

Wikipedia – Kompetenzstufenentwicklung

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